Begleitung von Bundesministerin Reem Alabali Radovan nach Sierra Leone

In der vergangenen Woche begleitete ich Bundesministerin Alabali-Radovan zu politischen Gesprächen und Projektbesuchen nach Sierra Leone. Afrika ist unser unmittelbarer Nachbarkontinent und ein zentraler Partner für eine sichere und gerechte Zukunft Europas. Sierra Leone steht beispielhaft für erfolgreichen Wiederaufbau nach einem langen Bürgerkrieg – zugleich sind die Folgen des Konflikts bis heute spürbar.

 

Im Mittelpunkt der Reise stand unser gemeinsames Ziel, Hunger und Armut zu überwinden und Kindern sowie Jugendlichen bessere Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Ernährungssicherheit. Mit der Initiative „Sichere Ernährung – stark fürs Leben“ werden Kinder und Jugendliche gezielt unterstützt. Gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm setzen wir auf nachhaltige Lösungen: Lebensmittel werden lokal angebaut und direkt für Schulmahlzeiten genutzt.

 

Beim Besuch des sogenannten Home-grown School Feeding Programms wurde deutlich, wie wirksam dieser Ansatz ist. Täglich erhalten Kinder eine gesunde Mahlzeit, die Schulbesuchsquoten steigen, und zugleich wird die lokale Landwirtschaft gestärkt. Allein im Karene-Distrikt profitieren davon bereits über 34.000 Kinder an 115 Schulen.

 

Auch junge Menschen standen im Fokus unserer Gespräche. Das Projekt „Skill Up!“ eröffnet Jugendlichen – insbesondere jungen Frauen – langfristige Perspektiven durch berufliche Bildung, grüne Arbeitsplätze, Landwirtschaft und Solarenergie sowie durch Unterstützung beim Schritt in die Selbstständigkeit.

 

Sierra Leone ist zudem ein wichtiger strategischer Partner in Westafrika und hat derzeit den Vorsitz der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS inne. In Gesprächen mit Vizepräsident Mohamed Juldeh Jalloh ging es unter anderem um regionale Zusammenarbeit sowie um die Rechte und die Gesundheitsversorgung von Frauen und Mädchen.

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war der Besuch des Waterloo Community Health Center, das beispielhaft für integrierte Gesundheitsversorgung steht. Die Einrichtung konzentriert sich auf Mutter-Kind-Gesundheit, Malariabekämpfung und multilaterale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Beim Rundgang durch das Geburts- und Impfzentrum konnten wir mit medizinischem Personal sowie mit Familien und Patientinnen und Patienten sprechen.

Das Gesundheitszentrum wird vom Gesundheitsministerium Sierra Leones getragen und durch internationale Partner wie den Globalen Fonds und die Impfallianz GAVI unterstützt. Allein im Jahr 2024 konnten dadurch über 160.000 Säuglinge vor Malaria geschützt werden, die Impfquote liegt bei über 90 Prozent.

 

Im Austausch mit Präsident Julius Maada Bio und Gesundheitsministerin Kenyeh Barlay wurde deutlich: Internationale Zusammenarbeit wirkt. Unser Ziel bleibt es, die Kindersterblichkeit zu senken und die Lebensqualität von Frauen und Kindern nachhaltig zu verbessern.

Afrika ist unser Nachbarkontinent und Schicksalspartner. In einer sich rasant verändernden Welt wollen wir unsere Beziehungen zu den Staaten Afrikas weiter vertiefen – politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Viele Länder Afrikas sind wichtige Partner für Sicherheit, Handel und internationale Zusammenarbeit.

 

Gerade in Ländern wie Sierra Leone bleibt es eines unserer zentralen Anliegen, Hunger und Armut zu überwinden. Denn Sicherheit und Stabilität in Afrika bedeuten auch Sicherheit für Europa. Die Erfolge der besuchten Projekte zeigen, welches Potenzial entsteht, wenn wir gemeinsam mit starken Partnern vor Ort nachhaltige Entwicklung gestalten.

 

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