Besuch im Frauenhaus und bei der Tafel Saalfeld-Rudolstadt

Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck habe ich das Frauenhaus der Volkssolidarität Saalfeld-Rudolstadt sowie die Tafel Saalfeld-Rudolstadt besucht. Im
Mittelpunkt standen die aktuelle Lage vor Ort, die Belastungen der dort Tätigen und die Frage, wie wir Bund und Land so aufstellen, dass diese wichtigen Einrichtungen dauerhaft
abgesichert werden.

 

Frauenhaus: Schutz, Begleitung – und eine extrem fordernde Arbeit

Im Frauenhaus hat uns die Geschäftsführerin, Frau Hoppert, sehr eindrücklich geschildert, mit welchen Herausforderungen gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder zu kämpfen haben. Ein Frauenhaus bietet nicht „nur” ein Dach über dem Kopf, sondern auch Schutz, Anonymität, psychosoziale Beratung, Unterstützung bei Behördengängen und Hilfe beim kompletten
Neustart im Leben – oft rund um die Uhr.

 

Diese Arbeit ist fachlich anspruchsvoll, emotional extrem belastend und verlangt viel
Erfahrung, Professionalität und persönliche Stärke. Vor diesem Einsatz ziehe ich meinen Hut und zolle größtem Respekt.

 

In Thüringen wurde in den vergangenen Jahren bereits einiges auf den Weg gebracht, um den Gewaltschutz zu verbessern. Gleichzeitig warten die Träger der Frauenhäuser aktuell auf eine klare und verlässliche rechtliche Grundlage, insbesondere auf die notwendige Verordnung, damit:

 

     

      • die Finanzierung dauerhaft gesichert wird,

      • genügend Personalstellen zur Verfügung stehen,

      • Investitionen in moderne, barrierefreie und gleichwertige Standards möglich sind.

    Nur so können Frauenhäuser auch in Zukunft ihrem Auftrag gerecht werden und allen Schutzsuchenden tatsächlich einen Platz anbieten.

     

    Tafel Saalfeld-Rudolstadt: Unverzichtbare Hilfe im Alltag

    Im Anschluss war ich bei der Tafel Saalfeld-Rudolstadt zu Gast. Dort werden Lebensmittel, die im Handel nicht mehr verkauft würden, gesammelt und an Menschen mit geringem
    Einkommen ausgegeben. Die Leiterin, Frau Marohn, hat sehr deutlich gemacht, wie viele
    Menschen mittlerweile auf diese Unterstützung angewiesen sind.

    Eigentlich sollten Tafeln in einem reichen Land wie Deutschland überflüssig sein. Die Realität ist jedoch, dass sie für viele Familien, Rentnerinnen und Rentner, Alleinerziehende und
    andere Betroffene eine unverzichtbare Hilfe im Alltag darstellen.

    Besonders beeindruckt hat mich der Einsatz der fast ausschließlich ehrenamtlichen
    Helferinnen und Helfer: Sie organisieren die Abholung der Lebensmittel, sortieren, packen, geben aus – und das oft an der Grenze der Belastbarkeit. Gleichzeitig wird es immer
    schwieriger, genügend Spenden und Lebensmittelspenden einzuwerben, während die
    Nachfrage eher steigt. Steigende Kosten für Energie, Kühlung, Fahrzeuge und Miete
    verschärfen die Situation zusätzlich.

     

    Unterstützung für soziale Einrichtungen im Wahlkreis

     

    Mir ist es wichtig, diese Arbeit nicht nur mit wohlwollenden Worten zu begleiten, sondern auch konkret zu unterstützen. Deshalb habe ich sowohl dem Frauenhaus der Volkssolidarität Saalfeld-Rudolstadt als auch der Tafel Saalfeld-Rudolstadt jeweils 200 Euro als kleine
    finanzielle Hilfe übergeben.

     

    Diese Mittel wurden unter anderem im Rahmen unserer diesjährigen Berlin-Fahrt gesammelt und fließen gezielt in soziale Zwecke im Wahlkreis zurück.

     

    Die Gespräche an beiden Orten haben mir noch einmal deutlich vor Augen geführt:
    Frauenhäuser und Tafeln sind keine Randangebote, sondern zentrale Bausteine unserer
    sozialen Verantwortung. Sie bieten Schutz, fangen Notlagen auf und geben Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven. Als Bundestagsabgeordnete ist es mir ein
    Herzensanliegen, ihre Anliegen im politischen Raum hörbar zu machen und mich für bessere Rahmenbedingungen stark zu machen.

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