Besuch zur Museumseröffnung in Mödlareuth

Am 02. Oktober durfte ich an der feierlichen Eröffnung des Museums in Mödlareuth teilnehmen – einem Ort, der wie kaum ein anderer die Geschichte der deutschen Teilung und die Überwindung von Grenzen symbolisiert. Mödlareuth, oft „Little Berlin“ genannt, war über Jahrzehnte ein Dorf, das durch eine Mauer zerrissen wurde. Familien, Nachbarn und Freunde wurden gewaltsam voneinander getrennt. Besonders eindrücklich ist bis heute, dass die Wachtürme der innerdeutschen Grenze nicht nach außen, sondern ins eigene Land blickten. Sie dienten nicht dazu, einen äußeren Feind zu beobachten, sondern die eigene Bevölkerung zu kontrollieren und am Verlassen des Landes zu hindern. Diese Tatsache macht deutlich, welch großes Unrecht und welch tiefer Einschnitt die deutsche Teilung für Millionen Menschen war.

Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt und dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sowie den Landräten aus dem Saale-Orla-Kreis, dem Vogtlandkreis und dem Landkreis Hof haben wir diesen besonderen Ort und diesen Tag gewürdigt.

Ich selbst bin 1981 geboren. Als Kind erinnere ich mich noch an die Fernsehbilder voller Euphorie und Tatendrang, als im November 1989 die Mauer fiel. Menschen lagen sich weinend in den Armen, voller Freude und Hoffnung. Dieses Aufbruchssignal prägte eine ganze Generation und bleibt ein einzigartiges Kapitel unserer Geschichte.

In diesem Jahr begehen wir den 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Dies ist nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch zum Innehalten. Wir dürfen stolz sein auf das, was in diesen 35 Jahren erreicht wurde: die Überwindung der Teilung, das Zusammenwachsen von Ost und West, die Verwirklichung von Freiheit und Demokratie in einem geeinten Land. Doch der Blick zurück ist auch eine Mahnung. Einheit ist keine Selbstverständlichkeit, Freiheit keine Garantie. Die Geschichte von Mödlareuth zeigt uns, wie wertvoll Zusammenhalt ist – und wie sehr er täglich neu erarbeitet werden muss.

Die Wiedervereinigung war ein Geschenk, getragen von Mut, Hoffnung und dem Willen zur Veränderung. Heute brauchen wir erneut diesen Geist der Zuversicht, um die Herausforderungen unserer Zeit zu meistern – sei es in Deutschland, in Europa oder weltweit. Das neue Museum in Mödlareuth ist mehr als nur ein Erinnerungsort. Es ist ein Auftrag an uns alle: für Frieden, für Demokratie, für ein starkes, geeintes Deutschland.

 

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