Drei Monate im Bundestag – Ein persönlicher Rückblick.

Collage 1. Quartal

Drei Monate im Bundestag – Ein persönlicher Rückblick zum Start der parlamentarischen Sommerpause

 

Die ersten drei Monate meines Bundestagsmandats sind vergangen – eine Zeit voller neuer Eindrücke, intensiver Arbeit und wertvoller Begegnungen. Ich starte zufrieden, mit vielen Ideen und großer Motivation in die parlamentarische Sommerpause, die ich in meiner Heimat Thüringen verbringen werde.


Im April begann mit meinem Mandatsbeginn ein neues, aufregendes Kapitel in meinem Leben. Ich habe meine Zelte in der Hauptstadt aufgeschlagen, ein Büro eingerichtet und mich mit den Abläufen des Parlamentsalltags vertraut gemacht.


Die ersten Wochen habe ich auch intensiv in meinem Wahlkreis genutzt. Ich durfte zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister kennenlernen – engagierte Menschen, die wie ich das Ziel verfolgen, unsere Region lebenswerter zu gestalten, die heimische Wirtschaft zu stärken und Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen. Der direkte Kontakt mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern ist mir besonders wichtig, denn dort wird Politik ganz konkret.

Im Mai fiel in Berlin der Startschuss für die neue Regierung: Friedrich Merz wurde zum Bundeskanzler der 21. Wahlperiode gewählt und die Ministerinnen und Minister der neuen Bundesregierung haben ihren Amtseid geleistet. Ich freue mich sehr, Teil dieser Regierung zu sein, meinen inhaltlichen Beitrag zu leisten und für die Interessen meines Wahlkreises einzustehen.


Im Anschluss an die Kanzlerwahl wurden wir Abgeordnete den Fachausschüssen zugeteilt. Es erfüllt mich mit großer Freude und auch mit Stolz, als ordentliches Mitglied im Verteidigungsausschuss mitwirken zu dürfen. Nach 24 Jahren Dienstzeit bei der Bundeswehr kann ich dort meine beruflichen Erfahrungen und verteidigungspolitischen Kenntnisse einbringen. Gerade in diesem Bereich steht Deutschland vor großen Herausforderungen.

Zudem wurde ich in den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung berufen – eine inhaltlich sinnvolle Ergänzung. Denn Entwicklungshilfe und Sicherheitspolitik sind eng miteinander verknüpft: Stabile Staaten, funktionierende Infrastrukturen und wirtschaftliche Perspektiven sind entscheidend, um Konflikte zu verhindern, Fluchtursachen zu bekämpfen und langfristig Sicherheit zu gewährleisten.


Auf gesetzgeberischer Ebene hat sich in den ersten Wochen schon einiges getan: Zum Thema Migration wurden erste Gesetzentwürfe eingebracht – etwa zur Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte oder zur Verlängerung der Einbürgerungsfrist. Gleichzeitig hat die Bundesregierung ein steuerliches Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, das in kürzester Zeit von beiden Parlamentskammern beschlossen wurde. Es umfasst unter anderem verbesserte Abschreibungen für Ausrüstungsinvestitionen, eine schrittweise Absenkung der Körperschaftsteuer ab 2028 sowie die Anhebung der Forschungszulage für Unternehmen. Darüber hinaus haben wir die Fortführung wichtiger Auslandseinsätze der Bundeswehr – unter anderem im Kosovo, im Libanon und in Bosnien-Herzegowina – beschlossen. In einer Zeit globaler Umbrüche ist Deutschlands sicherheitspolitisches Engagement wichtiger denn je. Und zuletzt haben wir uns im Bundestag intensiv mit dem Bundeshaushalt 2025 befasst. Insbesondere in einem meiner Arbeitsbereiche, der Verteidigungspolitik, ergeben sich durch die Reform der Schuldenbremse neue wichtige Handlungsspielräume.


Zu den persönlich bedeutsamsten Momenten der vergangenen Wochen zähle ich den ersten Nationalen Veteranentag am 15. Juni. Bei sommerlichen Temperaturen in Berlin durfte ich viele ehemalige Kameradinnen und Kameraden treffen und in den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern treten. Dieser Tag war ein starkes Signal der Wertschätzung für alle, die Uniform getragen haben oder noch tragen. Für mich persönlich war dieser Tag eine große Bereicherung, denn ich durfte das positive Feedback der Bürgerinnen und Bürger an diesem Tag hautnah miterleben.


Ein weiterer Höhepunkt war der 70. Jahrestag des deutschen NATO-Beitritts am 9. Juli. Dazu veranstaltete das Verteidigungsministerium ein Festakt. Mit dem NATO-Beitritt im Jahr 1955 wurde die Rückkehr Deutschlands in die internationale Gemeinschaft als verlässlicher Partner für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit besiegelt. Diese Entscheidung war ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gemeinschaftlicher Verteidigung. Sie legte die Grundlage für die sicherheitspolitische Einbindung Deutschlands und für den Aufbau der Bundeswehr – und sie war eine wesentliche Voraussetzung für die spätere Wiedervereinigung. Als Mitglied des Verteidigungsausschusses hatte ich die Möglichkeit, mich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte auszutauschen. Dieses Gespräch war für mich nicht nur fachlich äußerst wertvoll, sondern auch persönlich bedeutsam. Mark Rutte ist eine der zentralen und einflussreichsten Persönlichkeiten der heutigen internationalen Sicherheitspolitik.


Mit all diesen Eindrücken, Erfahrungen und neuen Impulsen blicke ich mit Dankbarkeit auf die vergangenen drei Monate zurück. Ich freue mich nun auf die parlamentarische Sommerpause, auf den Dialog mit den Menschen in meinem Wahlkreis – und vor allem auf die Zeit mit meiner Tochter.

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