Feierliches Gelöbnis am Kyffhäuser-Denkmal

In meiner Ansprache habe ich deutlich gemacht, dass Frieden und Sicherheit heute nicht mehr selbstverständlich sind. Der Krieg in Europa, aber auch Cyberangriffe, Desinformation, Spionage und Sabotage zeigen, wie sehr sich unsere sicherheitspolitische Lage verändert hat. Deutschland muss deshalb glaubwürdig verteidigungsfähig sein. Für mich bedeutet Verteidigungsfähigkeit aber nicht nur moderne Ausrüstung und ausreichende finanzielle Mittel. Entscheidend sind vor allem die Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihren Dienst in der Bundeswehr zu leisten. Genau deshalb beschäftige ich mich in meiner Arbeit im Verteidigungsausschuss schwerpunktmäßig mit den Themen Personal, Wehrdienst und Reserve.


Besonders wichtig ist mir, dass politische Entscheidungen nicht nur auf dem Papier funktionieren, sondern am Ende auch tatsächlich in der Truppe ankommen. Als Soldatin ist mir diese Perspektive besonders nah. Ich weiß, dass gute Rahmenbedingungen, verlässliche Strukturen und eine starke Reserve wesentliche Voraussetzungen für eine einsatzbereite Bundeswehr sind. An die Rekrutinnen und Rekruten habe ich mich deshalb ganz bewusst direkt gewandt. Mit ihrem Gelöbnis übernehmen sie eine große Verantwortung. Sie versprechen, unserem Land treu zu dienen und Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen. Für diese Entscheidung verdienen sie unseren Dank, unseren Respekt und unsere Anerkennung.


Neben Oberstleutnant Gero Sojka sprach auch Landrätin Antje Hochwind-Schneider zu den Rekrutinnen und Rekruten. Unter den Gästen befanden sich zudem Vertreter aus Politik und kommunaler Ebene, darunter auch Landrat Christian Herrgott. Im Anschluss an das Gelöbnis fand im Inneren des Kyffhäuser-Denkmals eine Gesprächsrunde statt. Dieser persönliche Austausch mit Vertretern der Bundeswehr und der Region war für mich besonders wertvoll. Denn für meine parlamentarische Arbeit ist es entscheidend, unmittelbar zu erfahren, wo Herausforderungen bestehen und was die Soldatinnen und Soldaten vor Ort tatsächlich brauchen.


Der Abend am Kyffhäuser war für mich ein eindrucksvoller Moment. Vor allem aber war er ein sichtbares Zeichen dafür, dass es Menschen gibt, die bereit sind, Verantwortung für die Sicherheit unseres Landes zu übernehmen.


Den mehr als 220 Rekrutinnen und Rekruten wünsche ich für ihren weiteren Weg in der Bundeswehr eine starke Gemeinschaft, Erfolg und vor allem Soldatenglück.

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