Flößerkultur und Zusammenhalt: Zu Gast in Uhlstädt-Kirchhasel
Im Rahmen meiner Gespräche vor Ort führte mich mein heutiges Kennenlerntreffen zu Bürgermeister Frank Dietzel nach Uhlstädt-Kirchhasel. Die Gemeinde mit ihren 32 Ortsteilen beeindruckt nicht nur durch ihre landschaftliche Vielfalt, sondern auch durch ihre tief verwurzelte Geschichte – insbesondere die lange Tradition der Flößerei.
Seit 2022 zählt die Flößerei offiziell zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO – eine Auszeichnung, die die Bedeutung dieses historischen Handwerks unterstreicht. Über Jahrhunderte hinweg war die Flößerei eine unverzichtbare Methode, um Holz und andere Güter auf dem Wasserweg zu transportieren. Ihre Hochphase erlebte sie zwischen dem Mittelalter und dem 20. Jahrhundert – in einer Zeit, in der Holz als Brenn- und Baustoff von zentraler Bedeutung war.
Heute setzen sich rund 8.000 Flößerinnen und Flößer in ganz Europa dafür ein, dieses besondere Kulturerbe zu erhalten und weiterzugeben – auch in Uhlstädt-Kirchhasel. Die Gemeinde zeigt eindrucksvoll, wie Tradition lebendig bleibt und in die Zukunft getragen wird. Ich freue mich sehr auf das Flößerfest am Pfingstsonntag, bei dem dieses Erbe gemeinsam gefeiert wird.
Doch Uhlstädt-Kirchhasel steht nicht nur für gelebte Geschichte, sondern auch für starken gesellschaftlichen Zusammenhalt. In zahlreichen Vereinen engagieren sich Bürgerinnen und Bürger mit großem Einsatz für das Miteinander vor Ort. Das Ehrenamt hat hier einen festen Platz – und das spürt man.
Ich danke Bürgermeister Frank Dietzel für das angenehme, offene Gespräch und den wertvollen Austausch. Solche Begegnungen zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, zuzuhören, anzupacken und den Menschen vor Ort eine starke Stimme zu geben – in der Region und im Bundestag.