Am 13. August haben wir als Vertreter des CDU-Kreisverbandes Saale-Orla und der CDU-Kreistagsfraktion an der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Mödlareuth einen Kranz niedergelegt. Anlass war der 64. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer.
Mödlareuth – oft auch als „Klein-Berlin“ bezeichnet – war über Jahrzehnte hinweg Sinnbild der deutschen Teilung. Die innerdeutsche Grenze verlief mitten durch das Dorf, trennte Familien, Freunde und Nachbarn. Diese schmerzliche Erfahrung prägt die Region bis heute und ist ein eindrucksvolles Mahnmal gegen Unfreiheit und Unterdrückung.
Die Kranzniederlegung stand im Zeichen des Gedenkens an die vielen Opfer von Mauerbau und SED-Diktatur. Zugleich war sie ein wichtiges Zeichen der Erinnerungskultur, die auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nicht an Bedeutung verliert. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte weltweit herausgefordert werden, ist es unsere Pflicht, die Erinnerung wachzuhalten und uns klar zu den Grundwerten von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat zu bekennen.
Als Bundestagsabgeordnete empfinde ich es als besondere Verantwortung, an den historischen Orten der deutschen Teilung präsent zu sein und die Erinnerung an die Schicksale der Opfer lebendig zu halten. Nur wenn wir aus der Geschichte lernen, können wir unsere Demokratie für die Zukunft stark machen.
Mein Dank gilt allen, die an diesem Tag in Mödlareuth ein Zeichen des Gedenkens gesetzt haben. Die Erinnerung an die Zeit der deutschen Teilung mahnt uns, Freiheit und Einheit nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten, sondern sie jeden Tag neu zu verteidigen.






