Am 8. und 9. Mai wurde an der REIMAHG-Gedenkstätte Walpersberg bei Kahla der Opfer der nationalsozialistischen Zwangsarbeit gedacht.
Unter diesem Tarnnamen errichtete das NS-Regime in den Jahren 1944 und 1945 am Walpersberg eine unterirdische Produktionsstätte für das Düsenjagdflugzeug Messerschmitt Me 262. Tausende Menschen aus vielen europäischen Ländern – darunter Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald – mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten. Viele von ihnen verloren dabei ihr Leben.
Vor 81 Jahren endete der Zweiter Weltkrieg in Europa. Der 8. Mai erinnert uns an die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und mahnt zugleich, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.
Mit einem Gesteck habe ich anlässlich der Gedenkveranstaltung mein stilles Gedenken an die Opfer und meine tiefe Verbundenheit mit ihren Familien und Nachkommen zum Ausdruck gebracht.
Die Erinnerung an das Leid der Opfer ist Auftrag und Verpflichtung zugleich. Sie erinnert uns daran, Menschenwürde, Freiheit und Demokratie zu schützen und jeder Form von Menschenverachtung entschieden entgegenzutreten.
Gegen das Vergessen. Nie wieder.
