Am Christopherushof in Altengesees wird jeden Tag sichtbar, was gelebte Teilhabe bedeutet. Menschen mit Behinderung arbeiten hier in ganz unterschiedlichen Bereichen, bringen ihre Fähigkeiten ein und stellen mit großem Können hochwertige Produkte her.
Bei meinem Besuch bei der Diakoniestiftung Thüringen konnte ich einen eindrucksvollen Einblick in die Vielfalt der Arbeit vor Ort gewinnen. Die Bandbreite reicht vom Hofladen über die eigene Bäckerei bis hin zu handwerklichen Arbeitsbereichen wie der Töpferei, der Schreinerei und der Herstellung von Teppichen. Überall war zu spüren, mit wie viel Sorgfalt, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein gearbeitet wird.
Im Hofladen werden Produkte angeboten, die direkt vor Ort entstehen. In der Bäckerei werden Backwaren hergestellt, die nicht nur handwerkliches Können zeigen, sondern auch ein wichtiger Teil des Alltags und der regionalen Versorgung sind. In der Töpferei entstehen individuelle Keramikwaren, in der Schreinerei hochwertige Holzarbeiten und auch die textilen Erzeugnisse zeigen, wie viel Geschick und Geduld in jedem einzelnen Produkt stecken.
Besonders beeindruckend ist dabei: Hinter jedem Produkt stehen Menschen mit eigenen Talenten, Stärken und Geschichten. Die Werkstätten geben ihnen die Möglichkeit, diese Fähigkeiten sichtbar zu machen, weiterzuentwickeln und Anerkennung für ihre Arbeit zu erfahren.
Ein besonderer Dank gilt Bettina Schmidt, die den Christopherushof seit mehr als 40 Jahren mit großem Engagement, Erfahrung und Herzblut prägt. Ihr Einsatz zeigt, wie wichtig Kontinuität, Verantwortung und persönliche Überzeugung für eine Einrichtung wie diese sind.
Werkstätten für Menschen mit Behinderung leisten einen unverzichtbaren Beitrag zu unserer Gesellschaft. Sie schaffen sinnstiftende Beschäftigung, berufliche Bildung, soziale Kontakte, Gemeinschaft und Teilhabe. Sie sind Orte, an denen Menschen nicht auf ihre Einschränkungen reduziert werden, sondern mit ihren Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen.
Für mich ist klar: Eine inklusive Gesellschaft zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern im Alltag. Dort, wo Menschen gebraucht werden, Verantwortung übernehmen können und Wertschätzung erfahren. Der Christopherushof in Altengesees ist dafür ein starkes Beispiel.
Ich danke Bettina Schmidt, den Mitarbeitenden sowie den Beschäftigten herzlich für die offenen Gespräche, die eindrucksvollen Einblicke und den freundlichen Empfang.




