Am 20. August habe ich gemeinsam mit dem BUND Thüringen und dem BUND-Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt in Saalfeld eine Wasserprobe entnommen. Ziel ist es, das Grundwasser auf sogenannte Ewigkeitschemikalien (PFAS) zu testen und auf die Herausforderungen rund um unsere Trinkwasserressourcen aufmerksam zu machen.
Im Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern des BUND haben wir uns über die Ergebnisse der jüngsten Grundwasser-Studie und die Situation in Thüringen ausgetauscht. Diese zeigt deutlich: In jedem zweiten Landkreis in Deutschland herrscht Grundwasserstress – verursacht durch den Klimawandel, übermäßige Wasserentnahmen und Schadstoffe. Auch wenn unser Landkreis Saalfeld-Rudolstadt aktuell noch nicht direkt betroffen ist, müssen wir frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um unsere Lebensgrundlage zu schützen.
Für mich ist klar:
„Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Diese wertvolle Ressource zu schützen, ist unsere gemeinsame Pflicht. Dafür braucht es Lösungen, die wir mit Industrie, Wirtschaft und Landwirtschaft entwickeln und die wir gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern tragen. Denn nur wenn wir alle eingebunden sind, finden Maßnahmen die nötige Akzeptanz und können dauerhaft wirken.“
Auch der BUND Thüringen hat im Rahmen der Aktion auf die besondere Gefährdung durch sogenannte Ewigkeitschemikalien hingewiesen. Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, erklärte:
„Ewigkeitschemikalien sind eine schleichende Gefahr, weil sie unsichtbar sind und trotzdem erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. Daher möchten wir mit unseren Gesprächen vor Ort für den Schutz unseres Grundwassers sensibilisieren.“
Steffen Post, Vorsitzender des BUND-Kreisverbands Saalfeld-Rudolstadt, ergänzte:
„Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt ist zwar noch nicht von Grundwasserstress betroffen – wie viele andere Thüringer Landkreise – aber auch wir müssen Maßnahmen ergreifen, um unsere Lebensgrundlage vorbeugend zu schützen.“
Die Ergebnisse der bundesweiten Wasserproben werden im Herbst veröffentlicht. Sie werden wichtige Hinweise liefern, wie wir unser Grundwasser noch besser schützen können – in Saalfeld, in Thüringen und in ganz Deutschland.


