Nach einer intensiven Delegationsreise in Sambia und Kenia startete die Woche am Montag mit der Rückreise nach Berlin und einer anschließenden Sitzung der Thüringer
Landesgruppe. Besonders spannend war dabei der Austausch mit Thüringens
Bildungsminister Christian Tischner. Wir sprachen über aktuelle Fragen der Bildungspolitik und die besonderen Herausforderungen für Schulen im ländlichen Raum.
Der Dienstag stand im Zeichen inhaltlicher Arbeit. Zunächst in der Arbeitsgruppe
Verteidigung und anschließend in der Arbeitsgruppe Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nach der Fraktionssitzung am Nachmittag war ich als Panelistin für die
Podiumsdiskussion der studentischen Initiative StudoPolis geladen. Gemeinsam mit Ralf Stegner (SPD), Tatjana Heid (FAZ) und Quentin Gärtner (Bundesschülerkonferenz)
diskutierten wir über die Themen Wehrpflicht und Gesellschaftsdienst. Der direkte Austausch mit jungen Menschen ist mir in dieser Sache besonders wichtig – schließlich sind sie
diejenigen, die eine mögliche Verpflichtung am Ende betrifft. Dementsprechend groß waren das Interesse und Engagement in der Diskussion.
Am Mittwoch tagten – wie gewohnt – der Verteidigungsausschuss sowie der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nach internen Gesprächen zum
Wehrdienstmodernisierungsgesetz nahm ich am Abend an der Auftaktveranstaltung des
Programms „Politik gestalten im 21. Jahrhundert“ der Robert Bosch Stiftung teil. Das
Programm richtet sich an neu gewählte Abgeordnete wie mich und bietet die Möglichkeit, über Fraktionsgrenzen hinweg in den Dialog zu treten und internationale Perspektiven
kennenzulernen. Durch Seminare, Workshops und Veranstaltungen soll der internationale Austausch und parteiübergreifende Dialog gestärkt werden. In einer Zeit, in der
gesellschaftliche Spaltung und ein rauer Ton in politischen Debatten zunehmen, empfinde ich solche Formate als besonders wertvoll – sie schaffen Raum für Reflexion und gemeinsame Orientierung.
Am Donnerstag war Dolores Burkert, Leiterin des Zentrums für Kriminalprävention und
Sicherheit, bei der Sitzung der Gruppe der Frauen zu Gast. Sie gab uns spannende Einblicke in die Bedeutung von Präventionsarbeit und Möglichkeiten, Sicherheit in den Kommunen zu stärken. Am Abend folgte der Empfang zur Bundeswehrtagung 2025, zu dem
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius eingeladen hatte. Unter dem Motto
„Einsatzbereitschaft stärken. Aufwuchs beschleunigen. Sicherheit garantieren“ kamen
zahlreiche Vertreter aus Politik, Bundeswehr und Industrie zusammen. Besonders gefreut habe ich mich, viele ehemalige Kameradinnen und Kameraden wiederzusehen – und zu
hören, wie die politischen Entscheidungen, die wir in Berlin treffen, in der Truppe tatsächlich ankommen. Solche Gespräche sind für mich immer ein wichtiger Realitätscheck.
Der Freitag begann mit einem parlamentarischen Frühstück zum Thema „Lokale Friedensarbeit im Fokus: Westafrikas Strategien für politische Umbrüche“. Wir diskutierten über die zunehmende Instabilität in der Sahelzone und über lokale Ansätze der Konfliktbewältigung – getragen von zivilgesellschaftlichen Akteuren, religiösen Gemeinschaften und kommunalen Strukturen. Anschließend setzte sich die Bundeswehrtagung fort. Zwei Tage lang standen die strategische Zukunft der Bundeswehr und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen im Mittelpunkt. Besonders interessant waren die Diskussionen über die Stärkung der Einsatzbereitschaft, den beschleunigten Aufwuchs und innovative Rüstungsvorhaben.


