Nach einem intensiven Programm mit der CDU-Landesgruppe Thüringen in Rom begann die neue Woche direkt mit voller Konzentration auf den Bundeshaushalt 2026. Am Montag führte mich die Rückreise von Rom nach Berlin unmittelbar in die Fraktionssitzung, in der wir uns über die bevorstehenden Plenarthemen austauschten.
Der Dienstag startete mit einem sehr aufschlussreichen Hintergrundgespräch mit Julian
Pawlak vom German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) zur
sicherheitspolitischen Lage und zur Zusammenarbeit im Ostseeraum. Anschließend folgte eine kurze Sitzung der Arbeitsgruppe Verteidigung, bevor die Plenardebatten zu den
Einzelplänen des Haushalts begannen. Am Nachmittag tagte der interfraktionelle
Auswahlausschuss für das Gästeprogramm der Bundesrepublik Deutschland, in dem wir
mögliche Programmpunkte für internationale Delegationen im Jahr 2026 diskutierten. Den Abend schloss eine Veranstaltung der Stiftung Wissenschaft und Politik ab, die sich mit Deutschlands sicherheitspolitischer Exponiertheit, wirtschaftlicher Verwundbarkeit sowie der Resilienz unserer Energieversorgung und kritischer Infrastrukturen befasste – wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) und des
Nationalen Sicherheitsrats (NSR).
Am Mittwoch standen die Plenarsitzungen zu den Einzelplänen meiner Ausschüsse im
Mittelpunkt. In meiner Rede zum Einzelplan 14, dem Verteidigungshaushalt, habe ich deutlich gemacht, dass der beispiellos große Etat von 108 Milliarden Euro notwendig ist, um unsere nationale Verteidigungsfähigkeit konsequent zu stärken. Neben finanziellen Mitteln braucht es jedoch vor allem ausreichend Personal – denn Geld allein schafft keine Sicherheit, sondern die Menschen, die sie gewährleisten. Das Wehrdienstmodernisierungsgesetz ist daher ein
zentrales Element unserer Gesamtverteidigung. Am Abend konstituierte sich das Netzwerk Nationale Sicherheit der CDU der neuen Legislaturperiode, in dem ich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Das Netzwerk bringt Expertinnen und Experten aus
Sicherheitsbehörden, Bundeswehr und Politik zusammen, um Praxiserfahrungen direkt in die sicherheitspolitische Arbeit einzubinden. Auf die Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden
Kerstin Vieregge MdB freue ich mich sehr.
Am Donnerstagmorgen traf sich die Gruppe der Frauen zu einem gemeinsamen Frühstück mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. Am Nachmittag begrüßte ich zwei Schülerklassen aus Schkölen in meinem Wahlkreis. Der Austausch mit der jungen Generation hat mich sehr gefreut: Wir sprachen über meinen parlamentarischen Alltag, meinen Werdegang und aktuelle Themen wie das Wehrdienstmodernisierungsgesetz sowie Überlegungen zu einem
möglichen Gesellschaftsdienst. Gerade weil diese Fragen die jungen Menschen unmittelbar betreffen, ist mir der direkte Dialog mit ihnen besonders wichtig.
Am Freitagmorgen kamen wir zu einer weiteren Fraktionssitzung zusammen, um die
Ergebnisse des Koalitionsausschusses vom Vorabend zu bewerten. Abschließend gelang es uns, den Haushalt 2026 erfolgreich zu verabschieden.


