Nach der vergangenen Woche, in der ich die Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan auf ihrer Reise nach Sierra Leone begleiten durfte, startete meine Sitzungswoche in Berlin mit dem Jahresempfang der Luftwaffe und der anschließenden Landesgruppensitzung. Daneben standen am Dienstag turnusgemäß die Sitzungen der Arbeitsgruppen Verteidigung und Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf dem Programm, sowie die Fraktionssitzung am Nachmittag. Am Abend fand die Zukunft-Ost-Runde statt, diesmal gemeinsam mit der SPD-Ost-Landesgruppe. Wir haben uns gemeinsam über aktuelle politische Herausforderungen und Perspektiven für die neuen Bundesländer beraten.
Der Mittwoch war wie immer geprägt von der Arbeit im Verteidigungsausschuss sowie im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Allerdings ausnahmsweise verkürzt, denn am Mittag fand anlässlich des Jahrestags für die Opfer des Nationalsozialismus eine Gedenkstunde im Deutschen Bundestag statt. Die Holocaust-Überlebende Tova Friedman fand dabei eindringliche Worte über ihre Erfahrungen im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, die Verantwortung des Erinnerns und die Gefahren eines erneut erstarkenden Antisemitismus. Ihre Rede machte deutlich, dass Erinnerung kein Selbstzweck ist, sondern eine dauerhafte Verpflichtung zum Handeln darstellt.
Am Abend nahm ich am Neujahrsempfang und gleichzeitig am fünften Geburtstag von Table.Briefings teil.
Am Donnerstag hielt ich im Plenum eine Rede zur Regierungserklärung des Bundeskanzlers zu den Ergebnissen des informellen Europäischen Rates vom 22. Januar 2026 sowie zur aktuellen außenpolitischen Lage. Im Mittelpunkt meiner Rede standen dabei die zunehmenden geopolitischen Spannungen, die Rückkehr machtpolitischer Logiken und die Notwendigkeit eines handlungsfähigen, geschlossenen Europas. Deutlich wurde: Verteidigungsfähigkeit, eine starke transatlantische Partnerschaft und der Schutz vor hybriden Bedrohungen sind keine Optionen mehr, sondern zentrale Voraussetzungen für Sicherheit, Freiheit und demokratische Stabilität.
Im Anschluss kam die Gruppe der Frauen zusammen, die durch einen inhaltlichen Impuls von Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, zum Thema „Arbeitszeit“ bereichert wurde. Am Abend nahm ich an der Buchvorstellung „Kameradschaft und Kampfgeist – Frauen in der Bundeswehr“ sowie der anschließenden Podiumsdiskussion teil. Gemeinsam mit Siemtje Möller und Agnieszka Brugger diskutierte ich darüber, wie die Rolle von Frauen in der Bundeswehr weiter gestärkt und ihre Integration schneller und effizienter gestaltet werden kann.
Den Abschluss der Woche bildeten mehrere Sitzungen des Plenums des Deutschen Bundestages, unter anderem die vereinbarte Debatte anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer.