Im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln und im Streitkräfteamt in Bonn standen für mich genau diese Fragen im Mittelpunkt: Wie gelingt es, ausreichend Personal zu gewinnen, auszubilden und langfristig zu binden – und damit die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr nachhaltig zu sichern?
Am Vormittag wurde ich im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln von Amtspräsidenten Generalleutnant Sieger empfangen. Im Austausch ging es insbesondere um den geplanten Personalaufwuchs auf rund 460.000 Soldatinnen und Soldaten – davon etwa 260.000 aktive Kräfte sowie rund 200.000 Reservistinnen und Reservisten – mit einem Zielhorizont bis 2035.
Die Dimension dieser Aufgabe ist erheblich. Gleichzeitig habe ich ein hoch engagiertes und professionell arbeitendes Bundesamt erlebt, das sich dieser Herausforderung mit großer Klarheit und Verantwortungsbewusstsein stellt.
Vertiefte Einblicke in die Arbeit der Fachabteilungen haben zudem gezeigt, wie komplex und zugleich entscheidend die Prozesse der Personalgewinnung, -steuerung und -entwicklung für die Einsatzfähigkeit der Streitkräfte sind.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Rolle von Frauen in der Bundeswehr. Die vorgestellte Taskforce befasst sich gezielt mit der Frage, wie der Anteil von Frauen im militärischen und zivilen Bereich erhöht werden kann. Aktuell liegt der deutlich größte Anteil von Frauen im Sanitätsdienst der Bundeswehr. Perspektivisch geht es daher darum, mehr Frauen auch für andere Bereiche der Streitkräfte zu gewinnen und ihre Präsenz dort gezielt zu stärken. Als ehemalige Berufssoldatin ist mir dieses Thema ein besonderes Anliegen.
Am Nachmittag im Streitkräfteamt in Bonn stand ein Gespräch mit dem dortigen Amtschef, Generalmajor Oliver Kohl, im Mittelpunkt. Im Fokus standen Fragen des Personalrechts, der Attraktivität des militärischen Dienstes sowie moderne Dienst- und Laufbahnmodelle. Auch die Rolle der Reserve und ihre Weiterentwicklung wurden thematisiert.
Mein Eindruck:
Die personelle Stärke ist eine tragende Säule einer leistungsfähigen Bundeswehr. Entscheidend ist, dass es gelingt, ausreichend gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten zu gewinnen und zu binden – damit wir im Ernstfall handlungsfähig sind.
Ich danke allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern für die offenen Einblicke und den konstruktiven Austausch.


