Drei abwechslungsreiche Tage, zahlreiche Einblicke in die Arbeit unserer demokratischen Institutionen und viele persönliche Begegnungen: Ich habe mich sehr gefreut, Bürgerinnen und Bürger aus meinem Ostthüringer Wahlkreis zu einer politischen Informationsfahrt in Berlin begrüßen zu dürfen.
Die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung organisierten Fahrten ermöglichen politisch interessierten Menschen, den Deutschen Bundestag, die Bundesregierung und weitere Einrichtungen unmittelbar kennenzulernen. Sie machen politische Entscheidungsprozesse verständlicher und schaffen Raum für Fragen, Gespräche und eigene Eindrücke.
Ein besonders bewegender Programmpunkt war der Besuch des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Das Stelenfeld und die Ausstellung im Ort der Information erinnern an die Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Der Besuch führte uns eindringlich vor Augen, welche Verantwortung aus unserer Geschichte erwächst und wie wichtig es ist, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.
Bei einer politischen Stadtrundfahrt lernte die Gruppe historische Orte, das Regierungsviertel und wichtige Schauplätze der deutschen Geschichte kennen. Spannende Einblicke in die Arbeit der Medien bot anschließend eine Führung durch das ZDF-Hauptstadtstudio. Dort erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie politische Nachrichten entstehen, redaktionell aufbereitet und aus dem Berliner Regierungsviertel vermittelt werden.
Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch des Deutschen Bundestages. Von der Besuchertribüne aus verfolgte die Gruppe eine Regierungsbefragung. Den Fragen der Abgeordneten stellten sich die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Stefanie Hubig, sowie der Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Carsten Schneider. So konnten die Gäste parlamentarische Kontrolle und politische Debatten unmittelbar erleben.
Im Anschluss durfte ich die Gruppe persönlich im Reichstagsgebäude begrüßen. Wir sprachen über meine Arbeit als Bundestagsabgeordnete, den Ablauf einer Sitzungswoche und darüber, wie Anliegen aus unserem Wahlkreis in die parlamentarische Arbeit einfließen. Dieser direkte Austausch ist mir besonders wichtig. Politik darf nicht in einer Berliner Blase stattfinden, sondern muss zuhören und die Erfahrungen der Menschen vor Ort ernst nehmen.
Ein gemeinsames Erinnerungsfoto auf der Besucherebene und der Blick von der Reichstagskuppel über Berlin rundeten den Besuch im Parlament ab.
Weitere Stationen waren das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sowie die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Im Bundespresseamt erhielt die Gruppe Einblicke in die Informationsarbeit der Bundesregierung und die Kommunikation politischer Entscheidungen. Bei der Bundesakademie für Sicherheitspolitik standen aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen und die Bedeutung eines umfassenden Sicherheitsbegriffs im Mittelpunkt.
Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihr großes Interesse, die vielen Fragen und das gute Miteinander. Es ist für mich immer etwas Besonderes, Menschen aus meiner Heimat in Berlin willkommen zu heißen und ihnen das politische Berlin näherzubringen. Demokratie lebt vom Austausch, von Beteiligung und davon, dass politische Arbeit verständlich und erlebbar bleibt.


