Sicherheitspolitischer Abend in Chemnitz: Die sicherheitspolitische Lage der Welt und die Verantwortung Deutschlands

Beim sicherheitspolitischen Abend des CDU-Kreisverbandes Chemnitz durfte ich gemeinsam mit Nora Seitz MdB und Prof. Dr. Beate Neuss über die großen geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit sprechen.


Im Mittelpunkt des Abends standen Fragen, die unser Land derzeit intensiv beschäftigen: Befinden wir uns in einer neuen Weltordnung? Welche Rolle spielen die USA künftig noch als Schutzmacht Europas? Hat Deutschland geopolitische Veränderungen zu lange unterschätzt? Und welche Bedeutung kommt der Bundeswehr in einer Zeit zu, in der Frieden und Sicherheit nicht mehr selbstverständlich sind?


Gerade die aktuellen Kriege und Krisen zeigen, wie grundlegend sich die sicherheitspolitische Lage verändert hat. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten und die zunehmenden Spannungen in der internationalen Ordnung machen deutlich: Diplomatie bleibt unverzichtbar, aber sie braucht auch Stärke, Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit. Frieden entsteht nicht allein durch gute Worte. Er muss politisch, wirtschaftlich und militärisch abgesichert werden.


Für Deutschland bedeutet das, mehr Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört eine ehrliche Debatte darüber, wo wir bei Einsatzbereitschaft, Ausstattung, Personal und Infrastruktur der Bundeswehr tatsächlich stehen. Eine starke Bundeswehr ist kein Selbstzweck. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Deutschland seine Bündnisverpflichtungen erfüllen, glaubwürdig abschrecken und im Ernstfall verteidigungsfähig sein kann.


In der Diskussion wurde deutlich, dass viele Menschen sehr genau spüren, wie ernst die Lage ist. Gleichzeitig gibt es viele Fragen: Was bedeutet Verteidigungsfähigkeit konkret? Wie schnell können bestehende Defizite aufgeholt werden? Wie gelingt es, junge Menschen wieder stärker für den Dienst an unserem Land zu gewinnen? Und sind wir als Gesellschaft bereit, die Konsequenzen einer verantwortungsvollen Sicherheitspolitik zu tragen?


Für mich ist klar: Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Wir brauchen eine Bundeswehr, die personell, materiell und strukturell so aufgestellt ist, dass sie ihren Auftrag erfüllen kann. Ebenso brauchen wir eine starke Reserve, funktionierende Heimatschutzstrukturen und eine Gesellschaft, die versteht, dass Freiheit und Frieden geschützt werden müssen.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses nehme ich solche Diskussionen unmittelbar mit in meine parlamentarische Arbeit. Sicherheitspolitik darf nicht nur in Berlin stattfinden. Sie muss vor Ort erklärt, diskutiert und gemeinsam getragen werden. Gerade deshalb sind Veranstaltungen wie diese so wichtig: Sie schaffen Raum für Austausch, für Fragen und für klare Positionen.


Mein Eindruck des Abends: Das Interesse an sicherheitspolitischen Themen ist groß. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen verstehen, was die veränderte Weltlage für Deutschland bedeutet und welche Entscheidungen jetzt notwendig sind. Umso wichtiger ist es, offen, ehrlich und mit klarer Haltung darüber zu sprechen.


Ich danke dem CDU-Kreisverband Chemnitz herzlich für die Einladung und die Organisation dieses wichtigen Abends. Mein Dank gilt auch Nora Seitz MdB, Prof. Dr. Beate Neuss sowie allen Gästen für die interessierte Diskussion, die Fragen und den offenen Austausch.


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