Unter Tage in Unterbreizbach: Austausch mit K+S über die Zukunft des Kalibergbaus

Gemeinsam mit meinen Thüringer Bundestagskollegen Christian Hirte, Michael Hose und David Gregosz habe ich den Standort Unterbreizbach des K+S-Werks Werra besucht. Neben ausführlichen Gesprächen mit der Unternehmensleitung stand auch eine Fahrt in das Bergwerk auf dem Programm.

 

Unter Tage konnten wir uns unmittelbar einen Eindruck davon verschaffen, unter welchen besonderen Bedingungen in Unterbreizbach Kalirohsalz gewonnen wird. Die Lagerstätte im Werratal gehört zu den bedeutendsten Kalivorkommen Europas. Die gewonnenen Rohstoffe werden vor allem für Düngemittel benötigt, finden aber auch in der chemischen Industrie sowie weiteren industriellen Bereichen Verwendung.

 

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuellen politischen, wirtschaftlichen und umweltrechtlichen Rahmenbedingungen für den heimischen Kalibergbau. Eine besondere Herausforderung stellt derzeit auch die Trockenheit dar. Niedrige Wasserstände erschweren den Umgang mit den bei der Produktion anfallenden salzhaltigen Wässern und machen deutlich, wie wichtig langfristig tragfähige Lösungen für den Standort sind.

 

Eine zentrale Rolle spielt dabei das Transformationsprojekt „Werra 2060“. K+S investiert rund 600 Millionen Euro, um den größten deutschen Kalistandort langfristig zu sichern, Produktionsprozesse weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Umweltbelastungen deutlich zu reduzieren. Auch der Standort Unterbreizbach soll damit eine langfristige Perspektive erhalten.

Der Saale-Orla-Kreis und die gesamte Region sind eng mit dem Bergbau verbunden. K+S ist ein bedeutender Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb. Gleichzeitig ist die heimische Gewinnung wichtiger Rohstoffe auch eine Frage der Versorgungssicherheit und der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Deutschlands und Europas.

 

Der Besuch hat erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch mit den Unternehmen und den Beschäftigten vor Ort ist. Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, sichere Arbeitsplätze und hohe Umweltstandards müssen dabei gemeinsam gedacht werden.

 

Heimische Rohstoffe und eigene Produktionskapazitäten sind ein wichtiger Bestandteil unserer wirtschaftlichen und strategischen Resilienz. Deshalb braucht der Kalibergbau verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive.

Vielen Dank an K+S und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unterbreizbach für die offenen Gespräche und die eindrucksvollen Einblicke unter Tage.

 

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