Nach über 20 Jahren in der Bundeswehr trete ich aus der Uniform – mit einem Herzen voller Dankbarkeit und Stolz. Die Zeit beim Bund hat mich geprägt, gelehrt, gefordert und getragen. Als Soldatin habe ich erfahren, was Pflichtbewusstsein, Kameradschaft und Verantwortung wirklich bedeuten.
Der Abschied ist emotional. Es fällt nicht leicht, den Schreibtisch zu räumen, die Uniform vollständig abzugeben und „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Wir haben zusammen gelacht, zusammen geschwitzt, zusammen durchgehalten – in allen Lagen. Jeder dieser Momente bleibt in meinem Herzen. Ich bin stolz, gedient zu haben.
Doch jedes Ende ist auch ein neuer Anfang. Ich wechsle den Auftrag – nicht die Haltung. Die Werte, die ich in über zwei Jahrzehnten im Dienst gelernt habe – Integrität, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt – nehme ich mit auf meinen neuen Weg: in den Deutschen Bundestag.
Jetzt darf ich mich auf eine neue Art einbringen – nicht mehr mit Stahlhelm und Stiefeln, sondern mit Gesetzestexten, Verantwortung und der Stimme der Menschen im Rücken. Ich bin überzeugt: Politik braucht mehr Realitätssinn, mehr Praxisnähe und mehr Haltung. Genau das will ich einbringen – mit offenem Ohr und klarem Kompass.
Ich danke meinen Kameradinnen und Kameraden für die gemeinsame Zeit, das Vertrauen und den Rückhalt. Kameradschaft endet nicht mit dem Dienstgrad – sie lebt weiter im Miteinander.
Jetzt heißt es: Dienen – auf eine neue Weise. Für unser Land. Für unsere Heimat. Für die Menschen.
