Wichtiges Zeichen für unseren Stahlstandort Unterwellenborn

Am Dienstag habe ich gemeinsam mit Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU), Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW), Landrat Marko Wolfram,
Bürgermeister André Gölitzer und dem Landtagsabgeordneten Maik Kowalleck das Stahlwerk Thüringen in Unterwellenborn besucht.

 

In unseren Gesprächen mit der Geschäftsführung wurde sehr deutlich, vor welchen
Herausforderungen die Stahlindustrie derzeit steht: hohe Strompreise, Zölle, subventionierter Billigstahl und insgesamt zunehmend schwierigere Wettbewerbsbedingungen setzen die Branche massiv unter Druck. Ein weiteres zentrales Thema war die Ersatzbaustoffverordnung des Bundes, die derzeit verhindert, dass die beim Stahlprozess entstehende Schlacke
beispielsweise im Straßenbau sinnvoll weiterverwendet werden kann. Wie Minister Kummer berichtete, ist der Absatz hier bereits massiv eingebrochen – ein fatales Signal für
Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.

 

Gleichzeitig arbeiten Land und Region an konkreten Projekten, etwa daran, die Abwärme des Stahlwerks künftig in Saalfeld-Rudolstadt zum Heizen von Gebäuden zu nutzen. Dennoch bleibt klar: Der größte Kostenfaktor sind die Energiepreise, die sich innerhalb kurzer Zeit
extrem nach oben entwickelt haben. Der Bund verhandelt derzeit mit der EU über Wege zur Senkung der Energiepreise – ich werde diesen Prozess eng begleiten und mich dafür
einsetzen, dass die energieintensive Industrie standorttreue und verlässliche Perspektiven erhält.

 

Wichtig ist mir außerdem, dass wir unsere Märkte und Hersteller fair schützen. Die Debatten rund um den Stahlgipfel haben gezeigt, wie sensibel die geopolitischen Handelsstrukturen sind und wie sehr unsere heimischen Produzenten unter verzerrtem Wettbewerb leiden. Schutzmechanismen, faire Importregeln und ein klares Bekenntnis zu „Local Content“ – also einem höheren Anteil regional hergestellter Baustoffe bei öffentlichen Ausschreibungen – können hier einen entscheidenden Unterschied machen.

 

Als Bundestagsabgeordnete für die Region ist es mir ein besonderes Anliegen, die richtigen Ansprechpartner auf Bundesebene zusammenzubringen. Eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es, herauszufinden, „wer mit wem noch nicht gesprochen hat“ – denn oft liegt der Schlüssel zur Lösung genau dort. Beim Thema Baustoffe und Infrastruktur werde ich deshalb
Staatssekretär Christian Hirte (CDU) mit einbinden und den direkten Kontakt zum Stahlwerk Thüringen herstellen.

 

Eines ist mir nach dem Besuch noch klarer geworden: Wir werden auf allen politischen Ebenen dafür kämpfen, dass unser Stahlstandort Unterwellenborn eine starke Zukunft hat und die Arbeitsplätze in der Region auch langfristig gesichert bleiben.

 

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